Impfungen Ecuador

Tipps für Impfungen und deine Reiseapotheke für Ecuador

Genereller Impfschutz

Das Auswärtige Amt empfiehlt zudem, die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene anlässlich einer Reise zu überprüfen und zu vervollständigen, siehe www.rki.de.
Dazu gehören für Erwachsene auch die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), ggf. auch gegen Mumps, Masern Röteln (MMR) und Influenza.
Als Reiseimpfungen werden Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalten oder besonderer Gefährdung auch Hepatitis B, Tollwut und Typhus empfohlen.

Impfschutz gegen Gelbfieber


Eine gültige Impfung gegen Gelbfieber wird für alle Reisenden über 12 Monaten verlangt, die aus einem Gelbfiebergebiet (z.B. Nachbarländer, gem. www.who.int) anreisen.
Bei der direkten Einreise aus Deutschland wird zwar kein Nachweis einer Gelbfieberimpfung verlangt, aber die Impfung wird allen Reisenden dringend empfohlen, wenn sie in Ecuador in ein Gebiet reisen, in dem Gelbfieber vorkommt. Hierzu gehören das Amazonasgebiet (Orellana, Morona, Napo, Pastaza, Sucumbíos and Zamora) sowie weitere Gebiete östlich der Anden.
In den Städten Guayaquil und Quito oder auf den Galapagosinseln besteht kein Gelbfieberrisiko.

Denguefieber

Das Denguefieber wird in weiten Teilen des Landes durch den Stich der tagaktiven Mücke Aedes aegypti übertragen. Die Erkrankung geht in der Regel mit Fieber, Hautausschlag und starken Gliederschmerzen einher. In seltenen Fällen treten insbesondere bei Kindern der Lokalbevölkerung zum Teil schwerwiegende Komplikationen mit möglicher Todesfolge auf. Diese sind jedoch bei Reisenden insgesamt extrem selten.
Da es derzeit weder eine Impfung bzw. Chemoprophylaxe noch eine spezifische Therapie gegen Denguefieber gibt, besteht die einzige Möglichkeit zur Vermeidung dieser Virusinfektion in der konsequenten Anwendung persönlicher Maßnahmen zur Vermeidung von Mückenstichen (s.u.).


Malaria

Die Übertragung erfolgt durch den Stich abend- und nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die Malaria tropica nicht selten tödlich. Die Malaria-Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber während dieser Zeit ist ein Hinweis auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet an den behandelnden Arzt notwendig.

Im ganzen Land unterhalb von 1500 Metern Höhe, auch an den Küsten (v. a. Esmeraldas), besteht ganzjährig ein (geringes) Risiko. Als malariafrei gelten das Hochland, Quito, Guayaquil und die Galapagosinseln.

Je nach Reiseprofil kann eine Standby-Medikation mit Chloroquin bzw. im Einzelfall auch eine Chemoprophylaxe sinnvoll sein, deren Anwendung unbedingt vor der Reise mit einem Tropen- bzw. Reisemediziner besprochen werden sollte.
In jedem Fall ist die konsequente Anwendung persönlicher Maßnahmen zur Vermeidung von Mückenstichen (s.u.) sinnvoll.


Leishmaniose

Leishmaniose kommt landesweit in geringer Fallzahl vor. Die einzelligen Parasiten werden ebenfalls durch Mücken übertragen. Die Erkrankung betrifft insbesondere die Haut, in seltenen Fällen auch weitere Organe. Auch in dieser Hinsicht ist ein Schutz vor Mücken empfehlenswert (s.u.).

Aufgrund der o.g. Infektionsrisiken durch Mückenstiche wird allen Reisenden empfohlen:

körperbedeckende helle Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden), sowohl tagsüber (Denguefieber) als auch in den Abendstunden und nachts (Malaria),
Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen,
ggf. unter einem Moskitonetz zu schlafen.


Durchfallerkrankungen

Durchfallerkrankungen sind bei Reisenden häufig und verlaufen zum Teil schwer. Sie sind in den meisten Fällen aber durch Beachtung einfacher Regeln vermeidbar:

Trinke ausschließlich Wasser bekannten und sicheren Ursprungs, z.B. Flaschenwasser, niemals Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes bzw. desinfiziertes und abgekochtes Wasser benutzen. Bei Nahrungsmitteln gilt: kochen oder schälen. Halte Fliegen von deiner Verpflegung fern. Wasche dir so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Toilettengang und vor dem Essen und auch der Zubereitung. Desinfiziere dir wo es angebracht ist die Hände und verwende Einmalhandtücher.


Höhenkrankheit

Informationen über die Höhenkrankheit findest du hier


Medizinische Versorgung

Das medizinische Versorgungsangebot in den größeren Städten im privaten Sektor ist in der Regel mit dem in Europa zu vergleichen. Der öffentliche Sektor weist jedoch hinsichtlich personeller, technischer, logistischer und teilweise auch hygienischer Ressourcen insbesondere in ländlichen Regionen große Mängel auf.

Ein ausreichender, weltweit gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung werden dringend empfohlen.

Es wird in der Regel ausdrücklich darauf hingewiesen, dass vor der Aufnahme und Behandlung in Privatkliniken eine Vorauszahlung in bar oder per Kreditkarte verlangt wird - unabhängig von einer bestehenden Auslandskrankenversicherung. Sonst wirst du gar nicht erst behandelt.

(Quelle: http://www.auswaertiges-amt.de/DE/Laenderinformationen/00-SiHi/Nodes/EcuadorSicherheit_node.html#doc396912bodyText6)
Impfungen Ecuador
Reiseapotheke Ecuador

Reiseapotheke und Tipps

Es ist sinnvoll, eine kleine Reise-Apotheke mitzunehmen. Je nach Land, sollte diese die folgenden Dinge enthalten: 
  • Jod, Pflaster, Desinfektionsmittel
  • Mittel gegen Fieber, Durchfall, Verstopfung, Insektenstiche, evtl. Reiseübelkeit
  • Sonnenschutz
  • Zeckenzange
  • Thermometer (bruchsicher) 
  • Elektrolytlösung 
  • Vitamintabletten 
  • Hygienetücher (damit du ohne Wasser und Seife Hände waschen kannst) 

Solltest du regelmäßig Medikamente einnehmen, ist es ratsam, einen Medikamenten-Pass mitzunehmen. Dies ist ein Ausdruck der Apotheke mit den lateinischen Namen deiner Medikamente und der jeweiligen Dosierung. Das ist immer dann hilfreich, wenn du medizinische Hilfe brauchst.

Weitere Reisetipps:

  • Bitte akklimatisiere dich nach der Ankunft im Reiseland. Dies gelingt am besten, wenn du den lokalen Lebensrhythmus übernimmst.
  • Die Sonneneinstrahlung ist in den (Sub-) Tropen teilweise sehr stark. Sei deshalb vorsichtig, wenn du dich sonnst und trage bei Ausflügen in der vollen Sonne eine Kopfbedeckung.
  • In der Hitze verliert man unbemerkt viel Flüssigkeit. Bitte denke daran, ausreichend zu trinken. Das Leitungswasser kann man leider nicht überall trinken. Auch Mineralwasser ist nicht überall zu kaufen, aber meistens in den etwas ‚besseren’ Geschäften zu finden.
  • Solltest du Durchfall haben, achte darauf, den zusätzlichen Flüssigkeitsverlust auszugleichen. Dafür eignet sich (schwacher) Tee, Mineralwasser oder Cola ohne Kohlensäure. Den Mineralverlust kannst du durch eine Elektrolytlösung oder Brühe kompensieren.
  • Bevor du deine Reise antrittst, ist es gut, sich auf Webseiten wie www.gesundes-reisen.eu zu informieren. Diese Seite enthält zuverlässige Informationen des Tropeninstituts Hamburg.